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Darf es noch leben? Lebendnagerfütterung

Die Frage welchen Zustand das Futter von Reptilien, hier speziell den "Raubtieren", haben sollte spaltet die Tierhalterszene. Hier sind die Reptilienhalter sehr unterschiedlicher Meinung. Zum einen gibt es Verfechter der Position, dass die Tiere in den Terrarien nicht jagen müssten. Ihnen gegenüber stehen die lebend Futter Befürworter.

Futter für Raubtiere
Das ein Raubtier wie Hund, Katze oder auch verschiedene Reptilien und Fische fleischliche Nahrung benötigen, sollte jedem Halter oder Interessenten bewusst sein. Denn Wolf, Tiger oder Waran stellen sich in der Natur auch nicht neben ihre Beutetiere und grasen mit ihnen. Das wäre sicher nicht so Energie aufwendig wie die Jagd, aber es entspräche nicht ihrer Natur. Die Nahrungsbeschaffung für die "Raubtiere" im urbanen Umfeld, sollte sich bei verantwortungsbewussten Haltern als deutlich leichter erweisen. Daher die Überlegung, ob man wirklich lebende Futtertiere zur Ernährung einsetzen sollte. Natürlich gibt es Menschen die behaupten, es sei unvernünftig Tiere lebend zu füttern, weil die Verletzungsgefahr zu hoch ist. Bei Anschaffungspreisen von mehreren tausend Euro ist diese Überlegung nachvollziehbar. Aber es gibt auch Argumente die gegen die Fütterung mit toten Tieren sprechen. Bei der Auswahl einer Art zu füttern, liegen nicht nur die persönlichen Vorlieben, bei einer Entscheidung zu Grunde.

Nein zum lebenden Futtertier
Das Lager der "Totfutter" Befürworter hat viel gute Argumente, um die eigene Position zu untermauern. Da wären zum einen die Gefahr der Verletzung durch lebende Beutetiere, wie Ratten. Weiter besteht die Gefahr, dass mit den Futtertieren Krankheitserreger in den Bestand gelangen. Es soll auch Menschen geben, die sich Raubtiere als Haustiere halten. Jedoch Probleme haben ein lebendes Wesen dem Tod zu überantworten. Hier sehen sich diese Personen in der Verantwortung, für den Tot durch das Beuteschlagen eines Raubtieres. Ein weiteres Argument ist, dass die Tiere der Jagd nicht mehr bedürfen, um an Nahrung zu gelangen. Weitere Argumente gegen lebende Futtertiere, sind die hohe Qualität von Frostfutter und die geringeren Haltungskosten für Futtertiere.

Natürliches Futter
Die Verfechter des lebenden Futters, stehen den oben genannten Argumenten sehr skeptisch gegenüber. Zum einen weil tote Nahrung (im schlimmsten Fall "Aas") nicht der natürlichen Beute von vielen Räubern entspricht. Und weiterhin der Jagdtrieb in den meisten Tieren auch in der Gefangenschaft befriedigt werden muss, um Stress zu vermeiden. Weiterhin gibt es kaum eine natürlichere Art der Nahrung für Raubtiere, als die lebende Beute. Bei lebenden Beutetieren muss seltener mit Nahrungsergänzungsmitteln gearbeitet werden. Weil die Beutetiere im lebenden Zustand die meisten Nähr,- und Mineralstoffe enthalten. Außerdem gibt es Tierhalter und Züchter, die einen ausgeprägten Jagdtrieb als Indikator für eine sehr gesunde Zuchtlinie sehen.

Wie auch immer sich ein Tierhalter entscheidet. Es sollte immer auf einen Versorger vertraut werden. Bei dem die hohe Qualität der Futtertiere dauerhaft gehalten wird. Egal ob lebende oder tote Futtertiere, Qualität muss zu jeder Jahreszeit gewährleistet werden.

Futterqualität?
Bei toten Futtertieren sollte auf folgende Punkte geachtet werden. Zum einen sollten die Futtertiere egal bei welchem Wetter nur mit trocken Eis verschickt werden. Eine ausreichende Menge, gewährleistet bei normalen Versandverhältnissen, keine Unterbrechung der Kühlkette. Weiterhin sollten die Tiere in kleineren Verpackungseinheiten verpackt sein. Hier sind Packungsgrößen von 10 - 50 Tieren, je nach Größe, normal. Wenn sich viele Eiskristalle in den Verpackungen befinden, kam es vermutlich zu einer Unterbrechung der Kühlkette. Hier ist es am besten ein Foto zu machen und sich mit dem Verkäufer in Verbindung zu setzen.
Auch bei lebenden Futtertieren gibt es Merkmale die für gute Futterqualität stehen.
Wenn die Tiere in geeigneten Behältnissen verschickt werden, das heißt groß genug und mit ausreichender Frischluftversorgung. Außerdem sollten kurze Lieferzeiten eingehalten werden, um den Stress für die Futtertiere gering zu halten. Wenn die Tiere gesund aussehen, sind sie es auch meistens!