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Krankheiten bei Reptilien

Die große Angst von jedem Reptilienhalter ist, dass der Pflegling krank werden könnte. Diese Angst ist nicht ganz unbegründet, denn Krankheiten bei Reptilien kommen häufig vor und da diese Tiere es selten zeigen, bleiben diese oft unbemerkt, bis es schon zu spät ist. Es gib aber viele Möglichkeiten, wie man Krankheiten von Reptilien vorbeugen kann.

Quarantäne

Egal wo man ein Reptil kauft, ob auf einer Terraristikbörse, im Zoofachhandel oder beim privaten Züchter, eine Quarantäne sollte auf jeden Fall eingehaltten werden, um eine mögliche Krankheit des Reptils frühzeitig erkennen und eine Ausbreitung auf andere Tiere vermeiden zu können. Zu eine Quarantäne gehört allerdings nicht nur die getrennte Haltung, sondern auch die Haltung des Reptils unter besonders hygienischen Bedingungen. Hier sollte auf Einstreu verzichtet und stattdessen auf Papierunterlagen zurückgegriffen werden. Desinfektion und Reinigung des Terrariums ist dabei unerlässlich. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass die Reinigungsmittel für die Reptilien verträglich und auch wirksam gegen potentielle Krankheitserreger sind.

Dennoch krank?

Bei schlechter Haltung und Pflege können Reptilien sehr schnell erkranken. Da diese nicht schreien oder jammern können, muss man schon sehr aufmerksam sein, um Krankheiten erkennen zu können. Deshalb ist es unerlässlich, sich mit den Haltungsbedingungen des jeweiligen Reptils eingehend zu beschäftigen, bevor man es sich anschafft.

Tagaktive Reptilien benötigen meist UV-Licht. Führt man diesen Tieren nicht genügend UV-Licht zu, können sie an Rachitis erkranken und sterben. Rachitis ist eine Stoffwechselstörung, die durch mangelhafte Versorgung mit UV-B oder auch Fehlernährung auftritt. Dabei kommt es zu Verkrümmungen der Knochen und letztendlich zum Tod des Reptils.
Gecko mit starker Rachitis

Prinzipiell können Reptilien schnell parasitären Befall bekommen. Beispielsweise Endoparasiten wie Flagellaten, Würmer oder auch Ektoparasiten wie Milben können Reptilien schwer zu schaffen machen, wenn sie nicht behandelt werden. Nimmt ein Tier als ab, würgt die Futtertiere aus oder hat Häutungsprobleme, so sollte schnellst möglich ein fachkundiger Tierarzt aufgesucht werden und eine Kotprobe untersucht werden. Die meisten Parasiten sind gut behandelbar, wenn sie rechtzeitig erkannt werden. Auch hier gilt das strikte Einhalten von Hygiene- und Quarantänemaßnahmen. Das Terrarium muss von Grund auf gereinigt werden um eine Neuansteckung zu verhindern.

Fazit
Die Ansteckung mit Parasiten kann vielfältige Ursachen haben und ist von Reptil zu Reptil unterschiedlich. Grundsätzlich kann jedes Reptil aus diversen Gründen von Parasiten befallen werden, man kann jedoch diverse Vorkehrungen treffen, die die Chance verringern. Wie schon angesprochen sind Hygiene- und Quarantänemaßnahmen bei der Haltung von Reptilien das A und O um Krankheiten vorzubeugen. Aber auch Stress kann einem Reptil schwer zu schaffen machen und das Immunsystem nachhaltig schwächen. So haben Parasiten leichtes Spiel. Hier spielen wieder die richtigen Haltungsbedingungen eine wichtige Rolle. Aber auch die Ernährung ist essentiell wichtig für die Gesundheit des Reptils. Schlechte Futtertiere können auch für eine schlechte Gesundheit des Reptils verantwortlich sein. Man sollte daher auf qualitativ hochwertige Futtertiere und Frostfutter zurückgreifen.